Neben den betriebswirtschaftlichen Gründen, gibt es auch den Aspekt aus Sicht der Tiere und Gesellschaft zu handeln. Eine Kuh sollte nur in Ausnahmefällen tragend zum Schlachter gehen. Selbst eine Kuh im frühen Trächtigkeitsstadium oder gerade besamt, die geschlachtet wird, ist ein Hinweis darauf, dass ihre Karriere nicht vorrausschauend geplant worden ist. Als Orientierung sollten mehr als 90 % aller Tiere, die zum Schlachter gehen den ZU Status seit mehreren Wochen oder Monaten haben.
Ein gezieltes ZU-Management bringt neben den monetären Vorteilen durch höhere Schlachtkuherlöse auch ein verbessertes Tierwohl. Denn die Tiere, deren physiologische Leistungsbereitschaft nicht ausreicht, wird keine weitere Kalbung und Laktation zugemutet. Sie können ihre gesamte Energie in die aktuelle Laktation stecken und gesund bei guter Kondition bis zum Abgang in der Herde bleiben.